Im Vordergrund (Mit der Kamera durch’s Jahr)

Mit der Kamera durchs Jahr - Im Vordergrund

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Aktion „Mit der Kamera durch’s Jahr“ von der lieben Janine vom Blog Einfachheitshalber. Dank der längeren Zeiträume zum Verlinken der eigenen Beiträge, werde ich es dieses Jahr hoffentlich häufiger schaffen daran teilzunehmen. Auch wenn es diesmal eher inhaltliche als „technische“ Themen gibt, möchte ich die Aktion wieder für mich nutzen, um am Thema Fotografie dran zu bleiben.

Im Vordergrund

Das Februar-Thema (zu dem man sich bis zum 30.03. verlinken kann) lautet „Im Vordergrund“.

Ehrlich gesagt war ich erst mal ein bisschen rat- und ideenlos, als ich das Thema las. Hat nicht jedes Foto einen Vordergrund? Kann nicht prinzipiell alles im Vordergrund stehen? Also passt nicht in gewisser Weise jedes Foto zu diesem Thema?

Dann entdeckte ich bei Instagram dieses Foto – ohne Vordergrund. In dem fraglichen Foto ist nämlich nichts scharf und trotzdem ist es interessant. Ich entschied mich also für die Umsetzung des Themas mit Schärfe und Unschärfe zu arbeiten.

Also habe ich versucht ebenfalls ein Foto ohne Vordergrund zu fotografieren. Nur Bokeh ohne einen scharfen Bildbereich. Gar nicht so einfach, wie ich finde. Vor allem im dunklen Winter und in der Wohnung. Bei Spaziergängen zu fotografieren klappt nämlich zur Zeit nur, wenn wir zu dritt unterwegs sind und der Lieblingsmensch den Kinderwagen weiter in Bewegung halten kann während ich fotografiere. Aber mit ein bisschen Sonne durchs Fenster klappte es dann doch ganz gut.

Während ich noch mit meinem Bokeh-Foto beschäftigt war tauchten überall die Fotos gefrorener Seifenblasen auf.

gefrorene Seifenblasen

Hier hatte ich schon erwähnt, dass ich es gar nicht erwarten konnte diese fragilen Objekte auch mal fotografisch einzufangen. Dank der guten Tipps von Andrea und Janine wusste ich gleich was man dazu beachten muss. Trotzdem braucht es natürlich einige Versuche, bevor man dabei ein ordentliches Ergebnis erhält.

gefrorene Seifenblasen

Und die Faktoren Temperatur, Windstille und Gegenlicht müssen unbedingt gegeben sein. Meine Seifenblasen habe ich auf dem verschneiten Balkontisch fotografiert. Leider war es hier in der Kälteperiode morgens immer bewölkt; ich hätte so gerne ein paar Sonnenaufgangsfarben in den Blasen eingefangen…

gefrorene Seifenblasen

Bei den Seifenblasen kann man nicht mit dem Autofokus der Kamera arbeiten, sondern muss manuell fokussieren. Ohne darüber bewusst nachzudenken, habe ich meist nur die Eisstrukturen an der Rückseite der Seifenblase scharf gestellt.

gefrorene Seifenblasen

gefrorene Seifenblasen

In den letzten beiden Fotos kann man den Unterschied in der Wirkung besonders gut erkennen. Durch die Unschärfe im vorderen Teil des Bildes erhält die Aufnahme mehr Tiefe.

gefrorene Seifenblasen

Bei dieser Seifenblase ist leider nichts so ganz scharf fokussiert. Sie ist gleich nach der Aufnahme durch einen Windstoß zerplatzt und mir blieb nicht genügend Zeit. Ich mag das Foto trotzdem sehr.

Und ein letztes aus der Serie muss ich euch auch noch zeigen – bei genauem Hinsehen kann man meine Spiegelung in der Seifenblase erkennen:

gefrorene Seifenblasen

Die nächsten Fotos sind vor ein paar Tagen bei einem Spaziergang (zu dritt) entstanden und sind schon deutlich frühlingshafter. Auch hier habe ich wieder mit scharfen und unscharfen Bereichen im Bild gearbeitet.

Mit der Kamera durchs Jahr - Im Vordergrund

Mit der Kamera durchs Jahr - Im Vordergrund

Bei der manuellen Fokussierung habe ich mich bisher immer etwas schwer getan, durch den Sucher zu erkennen, ob der gewünschte Bildbereich wirklich ganz scharf anfokussiert ist. Bei diesen Fotos habe ich daher einen Tipp aus meinem Fotobuch ausprobiert. Wenn man die Kamera auf den Vorschau-Modus umstellt, können einzelne Bildbereiche mit der Zoomfunktion der Kamera vergrößert werden. So kann man den manuellen Fokus dann gut nachjustieren.

Mit der Kamera durchs Jahr - Im Vordergrund

Besonders effektiv ist diese Methode natürlich bei der Nutzung von Stativ und Fernauslöser. Allerdings wäre es schon etwas umständlich das Stativ bei einem Spaziergang mitzutragen und jeweils aufzubauen. Aber auch „aus der Hand“ kann man mit dieser Methode recht gute Ergebnisse erzielen.

Mit der Kamera durchs Jahr - Im Vordergrund

Mit der Kamera durchs Jahr - Im Vordergrund

Mit dieser Bilderflut husche ich jetzt (endlich mal nicht auf den allerletzten Drücker) zu Janines Linkparty und schaue was sich dort sonst noch so „im Vordergrund“ befindet. Und zum Freutag trage ich meine Fotos auch noch, denn gefrorene Seifenblasen und Frühlingsboten sind doch definitiv Freugründe, oder?

Liebe Grüße

Metti

Links: Mit der Kamera durch’s Jahr, Freutag

 

 

 

 

Ich freue mich über eure Kommentare und Anregungen!