Ich bin sehr besorgt um das Wohl von Tieren. In Städten haben Wildtiere oft große Probleme. Deshalb habe ich plumplori.eu gegründet. Hier können wir über den Schutz von Wildtieren in Städten sprechen.
Ein neues Forschungsprojekt zeigt, dass Menschen unterschiedlich über Wildtiere denken. Die Beliebtheit und der Lebensraum der Tiere sind wichtig. Diese Erkenntnisse helfen uns, bessere Schutzmaßnahmen zu entwickeln.
Herausforderungen des städtischen Wildtiermanagements
In Städten gibt es oft Streit zwischen Menschen und freilebenden Tieren. Viele sehen Tiere wie Ratten und Marder als Probleme. Sie können Gesundheit und Eigentum gefährden.
Deswegen regeln Städte, wie mit diesen Tieren umgegangen wird. Sie schützen, verdrängen oder töten sie.
Konflikte zwischen Mensch und Tier
2019 veröffentlichte die MLR den „Wildtierbericht 2018“. Er zeigt die Situation in Baden-Württemberg. Eine Studie von Peerenboom et al. (2017) fand heraus, dass Menschen in 1.101 Gemeinden mit Wildtieren konfrontiert wurden.
Es gibt jedoch keine genauen Daten zu Schäden durch Wildtiere.
Unterschiedliche Einstellung zu Tierarten
Die Studie zeigt, dass Menschen unterschiedlich zu Wildtieren stehen. Eichhörnchen und Vögel sind beliebt, aber Ratten und Marder nicht. Diese Meinungen beeinflussen, wo Tiere in der Stadt akzeptiert werden.
Stadtverwaltungen in Baden-Württemberg haben ein Netzwerk von Wildtierbeauftragten geschaffen. Diese Experten überwachen Wildtiere, beraten und informieren über Wildtierthemen. Ihre Arbeit wurde 2014 im Jagd– und Wildtiermanagementgesetz festgelegt.
Bedeutung der städtischen Biodiversität
Städte bieten Wildtieren viele Lebensräume und Ressourcen. Die Urbane Biodiversität ist daher sehr wichtig. Sie hilft, die Städte stabil und widerstandsfähig zu machen.
Sie sorgt dafür, dass wir von Ökosystemleistungen wie Bestäubung und Schädlingsbekämpfung profitieren. Auch die Kühlung der Städte wird durch sie unterstützt.
Ökologische Vorteile
In Berlin gibt es über 20.000 Tier- und Pflanzenarten. Darunter sind zwei Drittel der gefährdeten Vogelarten in Deutschland. Stadtökologie bietet oft mehr Artenvielfalt als Agrarlandschaften.
In der Initiative „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ wurden 157 Wildbienen-Arten gefunden. Das sind 65% der Gesamtarten in Berlin.
Soziale und gesundheitliche Aspekte
Die städtische Biodiversität bringt auch soziale und gesundheitliche Vorteile. Der Kontakt mit Natur und Tieren verbessert unser Wohlbefinden. Er reduziert Stress und fördert die psychische Gesundheit.
Die Wertschätzung für Wildtiere stärkt die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Das ist sehr wichtig für uns alle.
Wildtiere in städtischen Gebieten
Städte bieten viele Lebensräume für Wildtiere. Säugetiere, Vögel, Gliederfüßer, Reptilien und Amphibien haben sich an die Stadt angepasst. Sie nutzen die Ressourcen der Städte.
In Berlin leben über 40 Prozent der Stadtfläche Grün- und Wasserflächen. Das bietet vielen Tieren einen Lebensraum. Zum Beispiel leben neunmal mehr Igel in Berlin als im Umland. Fast alle Fledermausarten Deutschlands sind in Berlin zu finden.
Auch in anderen Städten gibt es viele Wildtiere. In Köln leben über 1.000 Füchse. Deutschland ist tollwutfrei, was Waschbären, Eichhörnchen und Füchse in Städten fördert.
Die Anpassungsfähigkeit der Wildtiere in Städten ist beeindruckend. Sie nutzen nicht nur „grüne“ Räume. Sie finden auch in dicht bebauten Gebieten Nischen zum Überleben.
| Tierart | Bewertung durch Stadtbewohner | Präferierter Aufenthaltsort |
|---|---|---|
| Eichhörnchen, Marienkäfer | Sehr positiv | Fast überall |
| Vögel, Säugetiere | Positiv | Stadtgebiete, Parks |
| Marder, Ratten, Tauben | Eher negativ | Entfernt von Wohngebieten |
| Kakerlaken, Ameisen, Spinnen, Schlangen | Sehr negativ | Außerhalb der Städte |
Die Akzeptanz der Stadtbewohner gegenüber Wildtieren hängt von der Tierart ab. Eichhörnchen, Marienkäfer und Vögel sind beliebt. Marder, Ratten und Tauben werden weniger akzeptiert. Insekten und Reptilien wie Kakerlaken und Schlangen sind am meisten abgelehnt.
Die Befragten bevorzugen bestimmte Aufenthaltsorte für die Tiere. Eichhörnchen und Marienkäfer sind überall willkommen. Größere Säugetiere sind in Stadtgebieten oder Parks erwünscht, nicht im Wohnbereich.
Die Anpassungsfähigkeit der Wildtiere in Städten ist eine Herausforderung und Chance. Ein ausgewogenes Management ist wichtig. Es sollte ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen, um Konflikte zu vermeiden und Biodiversität in Städten zu fördern.
Regulierungsansätze der Stadtverwaltungen
Stadtverwaltungen sind wichtig, um mit freilebenden Tieren in Städten umzugehen. Sie folgen drei Hauptansätzen: Hygiene, Jagd und Naturschutz. Tiere, die Gesundheitsrisiken darstellen, werden oft bekämpft oder getötet. Das schützt die öffentliche Gesundheit.
Es gibt auch Jagd auf bestimmte Arten, um Schäden in der Stadt zu verhindern.
Strategien und Maßnahmen
Stadtverwaltungen wollen Menschen und Tieren in Städten ein gutes Zusammenleben ermöglichen. Sie setzen verschiedene Strategien ein:
- Lebensraumaufwertungen, um Tieren bessere Bedingungen zu bieten
- Umsiedlungen, um Konflikte zu lösen
- Vergrämungsmaßnahmen, um Tiere von schlechten Orten fernzuhalten
- Aufklärungskampagnen, um die Bedeutung der Biodiversität zu erklären
Der Erfolg dieser Maßnahmen hängt von ihrer Ökologie und Akzeptanz ab. Nur so kann eine nachhaltige Koexistenz von Menschen und Tieren erreicht werden.
Akzeptanz und Wahrnehmung von Bürgern
In München haben Stadtbewohner über Wildtiere in der Stadt geantwortet. Viele mögen Vögel, Eichhörnchen und Marienkäfer. Doch Ratten, Marder und Kakerlaken sind nicht so beliebt.
Einstellungen der Stadtbewohner
Die Umfrage zeigt, dass die Vorlieben für Wildtiere von der Art abhängen. Viele möchten Eichhörnchen und Vögel in Parks sehen. Aber Ratten und Marder sollen sie lieber nicht sehen.
| Wildtierart | Akzeptanz der Stadtbewohner | Gewünschter Aufenthaltsort |
|---|---|---|
| Eichhörnchen | Sehr hoch | Parks, Gärten |
| Vögel | Hoch | Parks, Gärten |
| Marienkäfer | Hoch | Parks, Gärten |
| Ratten | Sehr gering | Abgelegene Bereiche |
| Marder | Gering | Abgelegene Bereiche |
| Kakerlaken | Sehr gering | Gar nicht in der Stadt |
Die Umfrage zeigt, dass die Meinungen zu Wildtieren in der Stadt unterschiedlich sind. Ein besseres Verständnis hilft, die Stadt für Tiere besser zu gestalten.
Wildtiere: Am richtigen oder falschen Ort?
Traditionell sah man die Stadt als Ort für Menschen, nicht für Wildtiere. Doch die Realität zeigt, dass viele Arten die Stadt nutzen. Sie nutzen die Ressourcen und passen sich an, nicht wie wir.
Raumnutzung und Raumaneignung
Es stellt sich heraus, dass Tiere auch unsere Stadt nutzen. Siedlungsgebiete bieten viele ökologische Nischen. Das führt zu einer hohen Raumnutzung Wildtiere und Artenvielfalt.
Die Raumaneignung durch Wildtiere kann aber zu Konflikten führen. Das beeinflusst die Mensch-Tier-Beziehung.
- Wildtiere wie Füchse, Waschbären und Wildschweine finden in Städten viele Ressourcen.
- Die Intensivierung der Landwirtschaft außerhalb von Städten treibt Wildtiere in die Städte.
- Städtische Grünflächen, Parks und Gärten sind attraktive Lebensräume für Wildtiere.
Ein sensibles Wildtiermanagement ist wichtig für eine nachhaltige Koexistenz. Dazu gehört das Anlegen von Habitate, der Schutz sensibler Arten und Aufklärung der Bevölkerung.

Nur so können wir die Biodiversität in Städten erhalten. Und gleichzeitig Konflikte zwischen Menschen und Tieren vermeiden.
Überlegungen zu Überpopulationen
Städtische Verwaltungen sagen oft, es gäbe in Städten zu viele Tiere. Sie meinen, das liegt daran, dass natürliche Regeln fehlen. Aber die Anzahl der Tiere hängt wirklich von Ressourcen wie Nahrung und Platz ab.
Ressourcenverfügbarkeit und Reproduktionserfolg
Manche Arten in Städten haben sich gut an die Stadt angepasst. Das zeigt, dass sie gut funktionieren. Die Anzahl der Tiere zeigt, wie gut das Ökosystem funktioniert
Statt Tiere zu entfernen, sollten Städte mehr Ressourcen für Tiere bieten. So können Menschen und Natur in Städten besser zusammenleben.
Best Practices für eine nachhaltige Koexistenz
Um in Städten eine nachhaltige Koexistenz von Mensch und Wildtier zu fördern, sind integrierte Ansätze wichtig. Stadtplanung und Umweltbildung spielen eine große Rolle. Durch geeignete Lebensräume und Berücksichtigung der Bedürfnisse von Tieren können Konflikte vermieden werden.
Stadtplanung
Städte wie London, Montreal und Delhi haben viel erreicht. Sie fördern die Biodiversität und verbessern die Lebensbedingungen für Wildtiere. Investitionen in Grünflächen und Naturschutzgebiete sind dabei entscheidend.
Diese Maßnahmen schützen nicht nur Tiere, sondern bieten auch Vorteile für Menschen. Sie verbessern die Luftqualität und helfen bei der Temperaturregulierung.
Umweltbildung
Es ist wichtig, die Bedeutung städtischer Biodiversität zu verstehen. Projekte in Lagos und São Paulo zeigen, wie wichtig Bürgerengagement ist. Gemeinschaftsgärten und „Pocket Forests“ fördern das Verständnis für Wildtiere.
Durch Stadtplanung und Umweltbildung können wir eine nachhaltige Koexistenz erreichen. So schützen wir die biologische Vielfalt in Städten und schaffen eine bessere Zukunft.

Monitoringprojekte und Bürgerbeteiligung
Viele Bürger helfen, die Biodiversität in Städten zu schützen. Ein Beispiel ist das „Urban Wildlife Information Network“ (UWIN) in Freiburg. Dort nutzen Fotofallen ganzjährig, um die Vielfalt der Wildtiere zu erfassen.
Diese Daten helfen, das Wildtiermanagement in Freiburg zu verbessern. Sie fördern auch die Berücksichtigung von Wildtieren in der Stadtplanung.
Zukünftig plant man, mit anderen Städten zusammenzuarbeiten. So sollen konsistente Daten gesammelt werden. Das Ziel ist ein besseres Verständnis für das Zusammenleben von Mensch und Tier in Städten.
Die Bürgerbeteiligung ist dabei sehr wichtig. Sie stärkt die Akzeptanz und das Interesse der Öffentlichkeit für Wildtiere in der Stadt.
Durch Freiwilligen in Monitoringprojekten können wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. Das fördert das Verständnis und die Wertschätzung der Bürger für die Natur. Eine solche Bürgerwissenschaft ist ein Schlüssel für eine nachhaltige Koexistenz von Mensch und Wildtier in Städten.
FAQ
Welche Herausforderungen gibt es beim städtischen Wildtiermanagement?
Welche Bedeutung hat die städtische Biodiversität?
Welche Wildtiere leben in Städten und wie haben sie sich angepasst?
Wie gehen Stadtverwaltungen mit Wildtieren um?
Wie ist die Akzeptanz der Stadtbewohner gegenüber Wildtieren?
Wie können Wildtiere fehlinterpretiert werden?
Wie kann eine nachhaltige Koexistenz von Mensch und Wildtier in Städten gefördert werden?
Welche Projekte gibt es, um die städtische Biodiversität zu erfassen?
Quellenverweise
- https://vet.thieme.de/aktuelles/vet-news/detail/koexistenz-im-urbanen-raum-1351
- https://www.bauwelt.de/rubriken/betrifft/Vom-Umgang-mit-freilebenden-Wildtieren-im-Stadtraum-4043758.html
- https://www.wildtierportal-bw.de/de/p/wildtiere-in-baden-wurttemberg/wildtiere-der-stadt-1145.html
- https://www.fva-bw.de/fileadmin/user_upload/Abteilungen/Wald_und_Gesellschaft/Wildtieroekologie/Querschnitt/woek_querschnitt_wtb_fachkonzept_wtb_2018.pdf
- https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP17/Drucksachen/3000/17_3086_D.pdf
- https://www.2000m2.eu/de/blog/2024/07/19/biodiversitaet-auf-dem-acker-und-in-der-stadt/
- https://www.oekom.de/beitrag/ueberraschende-vielfalt-warum-die-biodiversitaet-in-der-stadt-so-hoch-ist-465
- https://blog.als-verlag.de/wilde-tiere-in-der-stadt/
- https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/wildtiere/wildtiere-in-staedten
- https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/wo-wildtiere-willkommen-sind
- https://fastercapital.com/de/thema/die-zukunft-von-far-und-nachhaltiger-entwicklung.html
- https://fastercapital.com/de/inhalt/Nachhaltigkeit–Navigieren-in-der-Nachhaltigkeit–Die-Rolle-gemeinsamer-Poolressourcen.html
- https://www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/parks-waelder-und-friedhoefe/stadtwald-und-auenwald/wildtiere-in-der-stadt
- https://www.nationalpark-eifel.de/cache/dl-Diplomarbeit-Sieberath-2006-860a95260ec1fc0af33f293cc5e8f799.pdf
- https://fokus-n.ch/fachthemen/tiere
- https://www.freiheit-fuer-tiere.de/artikel/sind-wildtiere-von-natur-aus-scheu.html
- https://www.brisant.de/haushalt/tiere/tiere-stadt-108.html
- https://www.studysmarter.de/ausbildung/ausbildung-in-der-medizin/tiermedizinischer-fachangestellter-ausbildung/schaedlingsbekaempfung-wildtiere/
- https://www.anl.bayern.de/publikationen/spezialbeitraege/doc/lsb2001_01_gesamt.pdf
- https://www.jagdverband.de/sites/default/files/WILD Bericht 2006.pdf
- https://www.c40.org/de/news/mayors-khan-plante-c40-rewilding-cities/
- https://www.aiforia.eu/wp-content/uploads/2023/02/NABI_IO2_GER-1.pdf
- https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/international/nabu_internationale_strategie_2030_de.pdf
- https://digital.zlb.de/viewer/fulltext/16099046/1/
- https://www.nul-online.de/infodienste/alle-inhalte/202027.html
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