Hallo, ich bin Andrea vom Redaktionsteam der Heilkraeuterwelt.com. Wussten Sie, dass es weltweit nur zwei Schlangenarten gibt, die sich ausschließlich von Eiern ernähren? Eine davon ist die faszinierende Art, um die es heute geht.
Diese ungiftigen Eierschlangen stammen aus Teilen Afrikas und Arabiens. Für Menschen sind sie völlig ungefährlich. Sie werden in der Regel etwa 90 Zentimeter lang.
Für Terrarienfreunde, die 2026 eine besondere Haltung suchen, ist diese Schlange eine perfekte Wahl. Sie müssen keine Frostmäuse verfüttern, übernehmen aber trotzdem Verantwortung für ein anspruchsvolles Tier.
In diesem aktuellen Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihrem neuen Pflegling ein artgerechtes Zuhause schaffen. Wir erklären die optimale Terrarium-Einrichtung, die spezielle Ernährung und was Sie vor der Anschaffung bedenken sollten.
Denn diese Tiere können bis zu 30 Jahre alt werden. Eine artgerechte Pflege ist daher eine langfristige, aber sehr lohnende Aufgabe.
Grundlegendes zur Haltung der Afrikanischen Eierschlange 2026
Bevor Sie mit der Terrarienhaltung beginnen, ist ein grundlegendes Verständnis dieser besonderen Schlange unerlässlich. Die Art mit dem wissenschaftlichen Namen Dasypeltis scabra gehört zur Familie der Land- und Baumnattern.
Ihre natürliche Heimat erstreckt sich von den Savannen Nordostafrikas bis zur Arabischen Halbinsel. Sie bewohnt Wälder und buschreiche Gebiete in Ländern wie Ägypten, Angola und Saudi-Arabien.
Artbeschreibung und natürliche Lebensräume
Diese Schlangen erreichen meist eine Größe von 90 cm, Weibchen werden oft größer. Die Färbung variiert zwischen Braun, Grau und Olivgrün mit charakteristischen schwarzen Flecken.
| Merkmal | Beschreibung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Kopfform | Rundlich | Setzt sich kaum vom Körper ab |
| Pupillen | Senkrecht stehend | Typisch für nachtaktive Arten |
| Körperbau | Schlank | Optimiert für Kletterfähigkeit |
Verhalten und Besonderheiten der Arten
Die Tiere sind nacht- und dämmerungsaktiv. Tagsüber verstecken sie sich. Sie klettert ausgezeichnet, hält sich aber auch oft am Boden auf.
Ein faszinierendes Verhalten ist die Nachahmung von Giftschlangen zur Abschreckung von Fressfeinden. Sie reiben ihre Schuppen aneinander und erzeugen Zischlaute.
Der Kiefer ist besonders beweglich mit zurückgebildeten Zähnen. So kann die Schlange Eier verschlingen, die größer sind als ihr Kopf. Spezielle Wirbelfortsätze zerbrechen die Eischale im Inneren.
Optimale Terrarienausstattung und Umgebung
Die richtige Terrarienausstattung bildet die Grundlage für das Wohlbefinden Ihrer Schlange. Ein gut geplanter Lebensraum unterstützt das natürliche Verhalten und beugt Gesundheitsproblemen vor.
Für die artgerechte Haltung benötigen Sie ein Halbtrockenterrarium mit spezieller Einrichtung. Diese Umgebung entspricht den natürlichen Lebensräumen der Tiere.
Geeignete Terrariengrösse und Einrichtungstipps
Wählen Sie für zwei Tiere ein Terrarium mit Mindestmaßen von 100 x 50 x 100 cm. Die Höhe ist besonders wichtig, da diese Schlangen ausgezeichnet klettern.
Strukturierte Rückwände aus Kork erweitern den Bewegungsraum. Kletteräste und robuste Pflanzen vervollständigen die Einrichtung.
Passender Bodengrund sowie Verstecke und Kletteroptionen
Als Bodengrund eignet sich eine Sand-Kies-Mischung oder Rinden-Kokosfasern-Gemisch. Die Tiere sollten sich eingraben können.
Bieten Sie mehrere Versteckmöglichkeiten an. Höhlen, Tunnel und Steinaufbauten geben Sicherheit. Eine Wasserschale dient zum Trinken und Baden.

Temperaturkontrolle und Luftfeuchtigkeit
Die optimale Temperatur liegt tagsüber bei 22-28°C. Nachts sollte sie auf 20-22°C absinken. Ein Reflektorstrahler schafft das nötige Gefälle.
Die Luftfeuchtigkeit halten Sie zwischen 50-70%. Regelmäßiges Besprühen mit einer Sprühflasche erreicht diesen Wert. Die Beleuchtungsdauer beträgt 12 Stunden täglich.
| Bereich | Optimaler Wert | Empfohlene Ausstattung |
|---|---|---|
| Temperatur Tag | 22-28°C | Reflektorstrahler |
| Temperatur Nacht | 20-22°C | Natürliche Abkühlung |
| Luftfeuchtigkeit | 50-70% | Sprühflasche |
| Bodengrund | 5-10 cm Höhe | Sand-Kies-Mischung |
Ein gut eingerichtetes Halbtrockenterrarium bietet Ihren Pfleglingen perfekte Lebensbedingungen. Kontrollieren Sie Temperatur und Luftfeuchtigkeit regelmäßig mit geeigneten Messgeräten.
Afrikanische Eierschlange: Fütterung und Ernährung
Bei der Fütterung von Eierschlangen müssen Sie einige spezielle Aspekte beachten. Diese Tiere gehören zu den nur zwei Schlangenarten weltweit, die sich ausschließlich von Vogeleiern ernähren.
Nahrungsspezialisierung auf Vogeleier
Die Ernährung besteht komplett aus Vogeleiern. Wählen Sie je nach Größe Ihrer Schlange passende Eier. Für Jungtiere eignen sich kleine Eier von Zebrafinken.
Heranwachsende Exemplare vertragen Eier von Sittichen oder Wachteln. Erwachsene Tiere können sogar große Eier von Hühnern bewältigen.
Verwenden Sie immer unbefruchtete Eier. So entwickelt sich kein Embryo. Die Schlange frisst nur den flüssigen Inhalt.
Praktische Tipps zur Fütterung und Ei-Größenanpassung
Beobachten Sie den Fressvorgang genau. Die Schlange prüft jedes Ei mit der Zunge. Sie tastet mit dem Kopf die Größe ab.
Der besondere Kiefer ermöglicht das Verschlingen großer Eier. Zurückgebildete Zähne stören nicht. Spezielle Wirbelfortsätze zerbrechen die Eischale innen.
Starten Sie mit Jungtieren zwei Wochen nach dem Schlupf. Füttern Sie dann kleine Zebrafinkeneier. Bauen Sie Kontakte zu Vogelzüchtern auf.
So haben Sie immer passende Eier verfügbar. Der Inhalt wird verdaut, die Schale ausgewürgt.
Zucht, Aufzucht und Winterruhe
Die Zucht dieser besonderen Nattern setzt voraus, dass Sie ihre biologischen Rhythmen genau kennen. Erfolgreiche Vermehrung erfordert Erfahrung und sorgfältige Planung.
Voraussetzungen für die erfolgreiche Nachzucht
Die Tiere erreichen mit etwa zwei Jahren die Geschlechtsreife. Nach der Winterruhe beginnt die Paarungszeit. Das Männchen verbeißt sich im Weibchen mit einem charakteristischen Paarungsbiss.
Die Begattung dauert mehrere Stunden. Das trächtige Weibchen frisst noch etwa vier Wochen lang Vogeleier. Dann legt es 6 bis 25 Eier im Terrarium ab.
Für die Inkubation benötigen Sie konstante 27-29°C und 80-90% Luftfeuchtigkeit. Vermiculit eignet sich besser als Torf oder Moos. Die Eier sind sehr empfindlich gegen Pilzbefall.
Wichtige Hinweise zur Winterruhe und Paarungszeit
Die Winterruhe dauert drei bis vier Monate. Senken Sie die Temperatur schrittweise um 4 Grad. Verkürzen Sie die Beleuchtung auf sechs Stunden täglich.
Vor der Ruhephase lassen Sie eine Kotprobe auf Parasiten untersuchen. Stellen Sie während der gesamten Zeit frisches Wasser bereit. Die Art benötigt diese Ruhe für eine erfolgreiche Paarung.
Die geschlüpften Jungtiere messen 15-20 cm. Nach zwei Wochen häuten sie sich erstmals. Dann beginnen Sie mit der Fütterung von Zebrafinkeneiern.
Fazit
Abschließend lässt sich sagen, dass diese besondere Schlangenart sowohl Vor- als auch Nachteile bietet. Sie haben nun einen umfassenden Überblick über die artgerechte Haltung dieser faszinierenden Tiere erhalten.
Die Afrikanische Eierschlange eignet sich gut für Einsteiger, die Frostmäuse vermeiden möchten. Dennoch erfordert die Pflege sorgfältige Planung. Die Lebenserwartung von bis zu 30 Jahren bedeutet eine langfristige Verantwortung.
Die größte Herausforderung ist die regelmäßige Versorgung mit passenden Vogeleiern. Für detaillierte Einrichtungstipps empfehlen wir unseren praktischen Leitfaden zur Terrariengestaltung.
Die Eierschlangen stellen an Terrarium und Klima keine extremen Ansprüche. Bei artgerechter Pflege sind sie dankbare Pfleglinge. Die Zucht sollte erfahrenen Haltern vorbehalten bleiben.
Mit diesem Wissen können Sie eine fundierte Entscheidung treffen. So wird die Haltung dieser einzigartigen Art zu einer bereichernden Erfahrung.
FAQ
Was frisst eine afrikanische Eierschlange und wie funktioniert das mit den Eiern?
Ist die Haltung dieser Tiere im Terrarium für Anfänger geeignet?
Welche Größe sollte das Terrarium für ein ausgewachsenes Weibchen haben?
Welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind im Terrarium ideal?
Benötigen diese Schlangen eine Winterruhe?
Sind afrikanische Eierschlangen giftig oder gefährlich?
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