Wie invasive Arten das Überleben einheimischer Tiere gefährden

Als leidenschaftliche Tierschützerin ist es mir sehr schwer, zu sehen, wie invasive Arten wie Nutria, Nilgans oder Waschbär unsere einheimischen Tiere bedrohen. plumplori.eu ist eine Zufluchtsstätte und Gemeinschaft für alle, die Tiere lieben und sich um ihren Erhalt sorgen. Diese Arten können einheimische Arten verdrängen, Krankheiten übertragen und den Genpool verändern. Das ist eine große ökologische Belastung, die wir ernst nehmen müssen.

Laut Experten haben nicht alle invasiven Arten negative Auswirkungen. Manche können sogar positiv zum Ökosystem beitragen. Aber sie stellen trotzdem eine Gefahr für die Biodiversität dar. Deshalb brauchen wir gezielte Naturschutzmaßnahmen und Artenschutzprogramme, um unsere Lebensräume zu schützen.

Was sind invasive Arten?

In Deutschland gibt es viele einheimische und gebietsfremde Arten. Diese gebietsfremden Arten wurden oft vom Menschen bewusst oder unbewusst eingebracht. Sie können sich schnell in neuen Gebieten ausbreiten und die einheimischen Arten bedrohen.

Unterschied zwischen einheimischen, gebietsfremden und invasiven Arten

Einheimische Arten sind seit Jahrhunderten in einem Gebiet zu Hause. Gebietsfremde Arten wurden von Menschen in ein anderes Gebiet gebracht. Invasive Arten breiten sich schnell aus und verdrängen die einheimischen Arten.

Beispiele für in Deutschland verbreitete invasive Arten

In Deutschland sind der Waschbär, die Nilgans und die Nutria verbreitet. Sie haben sich in den letzten Jahrzehnten etabliert. Sie bedrohen die einheimischen Arten, weil sie um Nahrung und Lebensraum konkurrieren.

Manche gebietsfremden Arten haben positive Seiten, wie die Schaffung neuer Habitate durch die Nutria. Doch in den meisten Fällen haben sie negative Auswirkungen auf die einheimische Natur.

Woher kommen invasive Arten?

Viele invasive Arten in Deutschland und Europa stammen von Menschen. Sie wurden absichtlich oder unabsichtlich eingeführt. Der globale Handel, Tourismus und Verkehr tragen dazu bei, dass Arten in neue Gebiete gelangen.

Bewusste Einführung durch Menschen

Manche Arten wurden absichtlich eingeführt. Zum Beispiel, um sie zu jagen oder in Zoos zu halten. Der Handel mit exotischen Haustieren hilft auch, invasive Arten zu verbreiten.

Unbeabsichtigte Einschleppung

  • Viele Arten reisen als blinde Passagiere in Schiffen, Frachtgut oder Urlaubsgepäck mit.
  • Jährlich werden mehr als 10 Milliarden Tonnen Wasser um die Welt geschifft. Das ermöglicht täglich etwa 7.000 Arten, den Globus zu bereisen.
  • Die Ankömmlinge reisen auch mit Schiffsrümpfen oder im Ballastwasser. Das stellt eine besondere Bedrohung für aquatische Lebensräume dar.

Der globale Handel und Tourismus führen dazu, dass immer mehr Arten unbeabsichtigt in neue Gebiete gelangen. Dort können sie sich als invasive Arten etablieren.

Gefährdung durch invasive Arten

Invasive Arten sind eine große Bedrohung für einheimische Tiere. Sie nehmen Nahrung und Lebensraum weg, was oft zu Verdrängung führt. Zudem können sie Krankheiten übertragen, die einheimische Arten nicht kennen.

Veränderung des Genpools durch Hybridisierung

Die Hybridisierung zwischen invasiven und einheimischen Arten ist eine weitere Gefahr. Sie kann den Genpool verändern und die genetische Vielfalt verlieren lassen. Besonders auf Inseln mit begrenztem Raum können invasive Arten große Schäden anrichten.

Beispiele für Auswirkungen in Deutschland

  • Die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 (IAS-VO) schafft einen verbindlichen Rechtsrahmen zur Bekämpfung invasiver Arten.
  • In Niedersachsen wurden 2019 zwölf, 2020 bereits 23 und für 2021 sogar 26 Projekte zur Bekämpfung invasiver Arten geplant und durchgeführt.
  • Große Säugetiere wie Nutria, Waschbär oder Marderhund werden am häufigsten als invasive Arten genannt, aber auch Pflanzen wie der Riesen-Bärenklau, das Drüsige Springkraut und der Japanische Staudenknöterich.

Invasive Arten sind eine große Gefahr für die einheimische Biodiversität. Es ist wichtig, sie zu regulieren und zu bekämpfen. So können wir die Natur vor weiteren Schäden schützen.

Invasive Arten und ihre Auswirkungen

Invasive Arten stören das empfindliche Ökosystem auf viele Arten. Sie verdrängen einheimische Arten und übertragen Krankheiten. So verändern sie den Genpool natürlicher Populationen.

Dies kann zum Verlust der biologischen Vielfalt führen. In Deutschland gibt es bereits rund 1.100 gebietsfremde Arten. Rund 260 davon gelten als etabliert.

Nicht alle invasiven Arten sind gleich problematisch. Manche passen sich gut an das einheimische Ökosystem an.

Etwa 10% der etablierten gebietsfremden Arten in Deutschland verursachen naturschutzfachliche Probleme. Sie können auch wirtschaftliche Schäden anrichten. Invasive Arten sind weltweit eine große Bedrohung für die Biodiversitätsverlust.

Auswirkungen invasiver Arten Beispiele
Verdrängung einheimischer Arten Der Waschbär, eine invasive Tierart, hat sich in Deutschland weit verbreitet und verdrängt einheimische Tiere.
Übertragung von Krankheiten Manche invasive Arten können Krankheitserreger übertragen, die für einheimische Arten tödlich sein können.
Veränderung des Genpools Durch Kreuzung mit einheimischen Arten können invasive Arten den ökologische Schäden verursachen.

Die Einführung invasiver Arten ist eine Hauptursache für den Verlust der biologischen Vielfalt. Deutschland hat eine besondere Verantwortung, diesem Problem entgegenzuwirken.

Etablierung invasiver Arten

Nur etwa 10% der eingeschleppten invasiven Arten bleiben langfristig in einem neuen Lebensraum. Sie müssen bestimmte Eigenschaften haben, die ihnen helfen, sich durchzusetzen. Dazu gehören schnelle Fortpflanzung und das Fehlen natürlicher Feinde.

Konkurrenzvorteile invasiver Arten

Invasive Arten können sich oft besser durchsetzen. Sie verdrängen einheimische Arten in der Konkurrenz um Nahrung und Platz. Manchmal suchen sie sich auch unterschiedliche Nischen aus.

Kategorie Anzahl in Deutschland
Etablierte Neobiota insgesamt Rund 900 Arten
Davon invasiv (gefährden biologische Vielfalt) Etwa 10% (Rund 90 Arten)
Neophyten (etablierte gebietsfremde Pflanzen) Rund 470 Arten
Neozoen (etablierte gebietsfremde Tiere) Etwa 320 Arten
Neomyceten (etablierte gebietsfremde Pilze) Knapp 100 Arten

Obwohl nicht alle gebietsfremden Arten invasiv sind, stellen die invasiven Arten eine große Bedrohung dar. Bekannte Beispiele sind der Waschbär und der Nordamerikanische Ochsenfrosch.

Prävention und Bekämpfung invasiver Arten

Seit 2015 gibt es in Europa eine Verordnung gegen invasives Wachstum. Diese EU-Regelungen schließen Einfuhrkontrollen und Zuchtverbote ein. So soll die Ausbreitung von EU-Regulierungen eingeschränkt werden.

Es gibt drei Hauptstrategien: Vorbeugung, Ausrottung und Eindämmung. Dazu zählen Monitoring, Meldepflichten und gegebenenfalls Jagd oder Gifteinsatz. Diese Maßnahmen müssen verhältnismäßig und umweltfreundlich sein.

Gesetzliche Regelungen der EU

  • 2000: Länder entwickelten nationale Strategien gegen invasives Wachstum auf der 6. Vertragsstaatenkonferenz.
  • 2003: Die Europäische Strategie zu invasiven Arten wurde in Bern etabliert.
  • 2015: Die EU-Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 trat in Kraft.
  • 2016: Die Europäische Kommission veröffentlichte die erste Unionsliste invasiver Arten.
  • 2017: Das deutsche Gesetz zur Umsetzung der EU-Verordnung wurde erlassen.

Strategie: Vorbeugung, Ausrottung, Eindämmung

Die Bekämpfung invasiver Arten erfordert ein abgestimmtes Vorgehen. Prävention durch Kontrollen und Handelsbeschränkungen ist wichtig. Auch Ausrottungs- und Eindämmungsmaßnahmen sind nötig.

Dazu gehören Monitoring, Meldepflichten und der Einsatz von Bejagung oder Giften. Dies muss verhältnismäßig und umweltfreundlich sein.

EU Regulierungen

Die Bekämpfung invasiver Arten ist personell und finanziell aufwändig. Viele Arten sind bereits weit verbreitet. Deshalb liegt der Fokus auf Eindämmung und Kontrolle.

Beispiel: Die invasive Qualle Mnemiopsis leidyi

Die Qualle Mnemiopsis leidyi, auch Meerwalnuss genannt, ist eine invasive Art in Deutschlands Gewässern. Sie kommt ursprünglich von der Ostküste Nordamerikas. Vermutlich wurde sie mit Ballastwasser von Schiffen in das Schwarze Meer und in die Nord- und Ostsee eingeschleppt.

Herkunft und Verbreitungsweg

Die Invasive Qualle Mnemiopsis leidyi verbreitete sich schnell in ihren neuen Heimatländern. Ohne natürliche Feinde konnte sie sich stark vermehren. Sie kann bis zu 3000 Eier pro Tag befruchten und frisst dabei viel Kleinstorganismus.

Dies führt zu einem Wettbewerb um Nahrung mit einheimischen Fischen wie Heringen und Sprotten.

Ökologische Auswirkungen

Die hohe Vermehrung der Invasive Qualle Mnemiopsis leidyi hat die Zooplanktonpopulationen stark reduziert. Auch die Bestände einheimischer Fischarten sind gesunken. In Dänemark gibt es kaum noch Krebstiere.

Die Qualle verändert das Ökosystem stark. Dies hat negative Auswirkungen auf Artenvielfalt und Produktivität.

Experten aus 49 Ländern haben einen Bericht zur Bekämpfung invasiver Arten erstellt. Sie betonen die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit. So kann man die Ausbreitung von Arten wie der Invasive Qualle Mnemiopsis leidyi minimieren.

Invasive Arten in Hessen

Ein Frühwarnsystem mit Meldesystem wurde in Hessen eingerichtet. Es hilft, invasive Arten besser zu verstehen. Wenn viele Menschen Beobachtungen melden, können Experten schnell handeln.

Hessen will vorbeugen und schon vorhandene Arten managen. So schützt man die Natur.

Meldeplattform und Frühwarnsystem

Die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 startete am 1. Januar 2015. Sie ermöglicht es Bürgern, invasive Arten zu melden. So kann man früh reagieren.

Invasive Arten in Hessen

In Hessen und im Landkreis gibt es viele invasive Arten. Sie gefährden die Natur. Die Asiatische Hornisse ist besonders problematisch.

Am 11. Juli 2023 wird eine Ausstellung eröffnet. Sie zeigt die Probleme mit invasive Arten. Die Ausstellung ist bis zum 3. August 2023 offen.

Was kann jeder Einzelne tun?

Jeder von uns kann viel tun, um invasiven Arten entgegenzuwirken. Ein wichtiger Schritt ist es, keine invasiven Pflanzen oder Tiere wie die invasive Qualle Mnemiopsis leidyi in unseren Gärten zu haben. Gartenabfälle dürfen nicht in der Natur entsorgt werden, um die Verbreitung zu verhindern.

Es ist auch wichtig, Sichtungen von Invasivarten zu melden. So kann man helfen, besser vorzubeugen. Jeder kann durch kleine Schritte viel bewirken.

Wenn wir in unseren Gärten heimische Pflanzen pflanzen, schaffen wir nicht nur schöne Orte. Wir fördern auch die Vielfalt und stoppen die Ausbreitung von Invasivarten. Obwohl es manchmal lange dauert, ist es wichtig, weiterzumachen. Jeder kann so helfen, unsere Umwelt zu schützen.

FAQ

Was sind invasive Arten und wie unterscheiden sie sich von einheimischen und gebietsfremden Arten?

Invasive Arten sind Arten, die in einem neuen Gebiet wachsen. Sie können einheimische Arten verdrängen. Sie konkurrieren um Nahrung und Raum und können Krankheiten übertragen.Nicht alle Arten, die nicht aus dem Gebiet stammen, sind invasiv. Es hängt von ihrer Wirkung ab.

Woher kommen invasive Arten und wie gelangen sie in neue Gebiete?

Menschen bringen oft invasive Arten in neue Gebiete. Dies passiert durch Jagd, Zoos oder als Passagiere in Schiffen. Der globale Handel und Tourismus erhöhen das Risiko.

Wie können invasive Arten einheimische Arten gefährden?

Invasive Arten bedrohen einheimische Arten in der Konkurrenz um Nahrung und Raum. Sie können Krankheiten übertragen und den Genpool verändern. Besonders auf Inseln können sie schlimme Schäden anrichten.

Was für Auswirkungen können invasive Arten auf Ökosysteme haben?

Invasive Arten können Ökosysteme stören. Sie verdrängen einheimische Arten, übertragen Krankheiten und verändern den Genpool. Das führt zu Verlust der Vielfalt und Schäden am Ökosystem.

Wie können invasive Arten sich in einem neuen Lebensraum etablieren?

Invasive Arten brauchen hohe Reproduktionsrate und wenige Feinde. Sie verdrängen oft einheimische Arten. Manchmal finden sie eigene Nischen, um Konkurrenz zu vermeiden.

Wie wird gegen invasive Arten vorgegangen?

Seit 2015 gibt es europäische Verordnungen gegen invasive Arten. Es gibt Vorbeugung, Ausrottung und Eindämmung. Dazu gehören Einfuhrkontrollen, Zuchtverbote und Monitoring.

Wie kann jeder Einzelne etwas gegen die Ausbreitung invasiver Arten tun?

Jeder kann helfen, indem er keine invasiven Arten in Gärten bringt. Gartenabfälle nicht in die Natur entsorgt. Haustiere nicht aussetzen.Die Meldung von Sichtungen hilft, Gegenmaßnahmen zu planen.

Quellenverweise

Andrea Müller